31-Jähriger wegen Geldwäsche per E-Mail im Wert von 4,5 Millionen US-Dollar zu zehn Jahren Haft verurteilt
Das US-Justizministerium hat Malachi Mullings, einen 31-jährigen Einwohner von Sandy Springs, Georgia, zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Mullings bekannte sich schuldig, über 4,5 Millionen Dollar gewaschen zu haben, die er durch Business-E-Mail-Compromise-Systeme (BEC) und Liebesbetrug erbeutet hatte.
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Einzelheiten des Schemas
Gerichtsdokumente zeigen, dass Mullings von 2019 bis Juli 2021 20 Bankkonten unter einem fiktiven Unternehmen, The Mullings Group LLC, eröffnete. Diese Konten erleichterten die Geldwäsche betrügerischer Erträge. Die Betrügereien zielten auf verschiedene Unternehmen ab, darunter ein Krankenversicherungsprogramm, private Unternehmen und ältere Menschen durch Liebesbetrug.
BEC-Betrug ist ein gezielter Cyberangriff, bei dem die Täter Führungskräfte und Mitarbeiter von Unternehmen dazu verleiten, Geld oder vertrauliche Daten auf von den Betrügern kontrollierte Konten zu überweisen. Bei diesen Angriffen werden in der Regel Phishing-E-Mails von kompromittierten Konten gesendet, in denen Überweisungen oder Änderungen der Bankdaten für zukünftige Zahlungen angefordert werden.
Kriminelle Aktivitäten und Luxuskäufe
Mullings und seine Komplizen führten Finanztransaktionen durch, um die Herkunft der durch den Betrug erzielten Erlöse zu verschleiern. Einige dieser Erlöse wurden für den Kauf von Luxusartikeln wie teuren Autos und Schmuck verwendet. Zu diesen Käufen gehörte auch ein Ferrari, der mit 260.000 Dollar gekauft wurde, die sie durch einen Liebesbetrug erbeutet hatten.
Ähnlicher Fall
In einer damit zusammenhängenden Entwicklung hat das Justizministerium den 31-jährigen russischen Staatsbürger Evgeniy Doroshenko wegen seiner Rolle als Zugangsbroker angeklagt. Zwischen Februar 2019 und Mai 2024 soll Doroshenko Unternehmensnetzwerke infiltriert und Zugang zu diesen Netzwerken in Cybercrime-Foren verkauft haben. Er ist unter verschiedenen Decknamen wie Eugene Doroshenko, FlankerWWH und Flanker bekannt und wird des Überweisungsbetrugs und des Betrugs im Zusammenhang mit Computeraktivitäten angeklagt. Im Falle einer Verurteilung könnte er für jeden Anklagepunkt bis zu 25 Jahre Gefängnis und Geldstrafen von bis zu 250.000 Dollar erhalten.
Cybercrime-Foren wie das von Doroshenko erleichtern laut dem US-Justizministerium eine Reihe illegaler Aktivitäten, darunter Computerhacking und Handel mit gestohlenen Daten. Doroshenko ist noch immer auf freiem Fuß.





