Hitobito Ransomware sperrt Opfersysteme
Hitobito fungiert als Ransomware-Programm, das Dateien verschlüsselt und eine Zahlung für deren Entschlüsselung verlangt. Während des Tests wurde beobachtet, dass Hitobito den Dateinamen verschlüsselter Dateien die Erweiterung „.hitobito“ anfügte. Beispielsweise würde eine Datei mit dem Namen „1.jpg“ nach der Verschlüsselung in „1.jpg.hitobito“ umbenannt, und ähnliches gilt auch für andere betroffene Dateien. Nach der Verschlüsselung erschien in einem Popup-Fenster eine Lösegeldforderung, die auch als Textdatei mit dem Titel „KageNoHitobito_ReadMe.txt“ gespeichert wurde. Der Inhalt beider Nachrichten war identisch.
Diese Lösegeldscheine informieren das Opfer über die Verschlüsselung seiner Daten und weisen es an, die Angreifer per Chat auf einer Website des Tor-Netzwerks zu kontaktieren, um den Preis für die Entschlüsselung auszuhandeln.
Glücklicherweise erwies sich Hitobito bei dem speziell getesteten Beispiel als entschlüsselbar, wobei das Entschlüsselungskennwort/-schlüssel „Password123“ lautete.
Es ist wichtig zu beachten, dass zukünftige Versionen dieser Malware möglicherweise andere Wiederherstellungsschlüssel verwenden. Normalerweise können Ransomware-Verschlüsselungen nicht ohne die Beteiligung der Angreifer entschlüsselt werden, da sie häufig starke kryptografische Algorithmen und eindeutige Schlüssel verwenden.
Opfer erhalten die Wiederherstellungsschlüssel oder die Software häufig nicht, selbst nachdem sie den Lösegeldforderungen nachgekommen sind. Von der Zahlung des Lösegelds wird daher dringend abgeraten, da es keine Garantie für die Entschlüsselung der Dateien gibt und dies auch kriminellen Aktivitäten Vorschub leistet.
Warum ist es eine schlechte Idee, Hackern Lösegeld zu zahlen?
Lösegeld an Hacker zu zahlen wird im Allgemeinen aus mehreren Gründen als schlechte Idee angesehen:
Keine Garantie für die Entschlüsselung: Es gibt keine Garantie dafür, dass die Zahlung des Lösegelds zu einer sicheren Entschlüsselung Ihrer Dateien führt. Selbst wenn die Angreifer Entschlüsselungstools oder Schlüssel bereitstellen, funktionieren diese möglicherweise nicht richtig und Ihre Daten sind unzugänglich.
Unterstützung krimineller Aktivitäten: Durch die Zahlung eines Lösegelds werden kriminelle Aktivitäten gefördert und finanziell unterstützt. Es finanziert die Entwicklung und Verbreitung ausgefeilterer Malware, was zu einer Zunahme der Cyberkriminalität führt.
Mögliche wiederholte Angriffe: Die einmalige Zahlung des Lösegelds könnte Sie zum Ziel zukünftiger Angriffe machen. Angreifer könnten Sie als zahlungswilligen Menschen sehen und Sie daher weiterhin für weitere Erpressungsversuche ins Visier nehmen.
Rechtliche und ethische Bedenken: Die Zahlung eines Lösegelds könnte in manchen Gerichtsbarkeiten gegen Gesetze und Vorschriften verstoßen. Es wirft auch ethische Bedenken auf, da es indirekt kriminelle Unternehmen unterstützt, die Erpressung und andere illegale Aktivitäten betreiben.
Finanzierung anderer krimineller Handlungen: Das aus Lösegeldzahlungen erhaltene Geld kann zur Finanzierung anderer krimineller Handlungen, einschließlich Terrorismus, Menschen- und Drogenhandel, verwendet werden und so zu einem größeren gesellschaftlichen Schaden beitragen.
Förderung von mehr Ransomware: Erfolgreiche Lösegeldzahlungen sind ein Anreiz für Cyberkriminelle, weiterhin Ransomware zu entwickeln und zu verbreiten, was zu mehr Opfern führt und den Kreislauf der Erpressung fortsetzt.





