E-Mail-Betrug mit Adobe-Rechnungen
Unsere Analyse der „Adobe Invoice“-E-Mail hat ergeben, dass es sich um eine Form von Spam handelt. Diese E-Mail ähnelt einer Rechnung und soll dem Empfänger ein einjähriges Abonnement von Adobe in Rechnung stellen. Allerdings dient es als Täuschungstaktik, um Empfänger zu einem Rückrufbetrug zu verleiten. Diese Machenschaften zielen oft darauf ab, Opfer dazu zu verleiten, private Informationen preiszugeben oder sich an Finanztransaktionen zu beteiligen.
Die Spam-E-Mail ist als Rechnung für ein einjähriges Adobe-Abonnement getarnt, in der ein Gesamtbetrag von 312,49 USD angegeben ist. Insbesondere wird in der E-Mail nicht angegeben, auf welches bestimmte Adobe-Produkt sich das Abonnement bezieht. Es bietet auch eine Telefonnummer für den vermeintlichen „Kundensupport“.
Es muss unbedingt betont werden, dass diese Rechnung gefälscht ist und in keiner Verbindung zu Adobe Inc. oder seinen Produkten oder Dienstleistungen steht.
Das Ziel dieser Spam-E-Mail besteht darin, die Empfänger dazu zu verleiten, die betrügerische Hotline anzurufen. Rückrufbetrügereien können vollständig über das Telefon erfolgen, wobei gefälschte Supportmitarbeiter versuchen, Opfer dazu zu zwingen, vertrauliche Informationen preiszugeben, Finanztransaktionen durchzuführen oder Malware wie Trojaner, Ransomware oder Kryptominer herunterzuladen und zu installieren.
Diese Betrügereien beinhalten häufig Elemente von Betrügereien beim technischen Support, bei denen Betrüger Fernzugriffssoftware manipulieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Artikeln zu häufig verwendeten Fernzugriffssoftware wie UltraViewer und TeamViewer.
Wie funktionieren viele Betrügereien, die auf einer aktiven Interaktion mit dem Opfer basieren?
Bei Rückrufbetrügereien können sich Betrüger Fernzugriff auf die Geräte der Opfer verschaffen, oft unter dem Vorwand, bei der Kündigung von Abonnements, Rückerstattungen, Produktinstallationen oder bei der Behebung vermeintlicher Probleme oder Bedrohungen behilflich zu sein. Während sie diese Verbindung aufrechterhalten, können sich Cyberkriminelle als Support-Techniker ausgeben und gleichzeitig die Sicherheit des Opfers gefährden, indem sie legitime Sicherheitstools entfernen, gefälschte Antivirensoftware installieren, Daten exfiltrieren, Gelder beschaffen, Malware herunterladen und installieren oder sich an anderen böswilligen Aktivitäten beteiligen.
Zu den für diese Betrüger interessanten Informationen gehören in erster Linie Anmeldedaten für Konten (wie E-Mail, soziale Medien, E-Commerce, Online-Banking und Kryptowährungs-Wallets), persönlich identifizierbare Informationen (wie Ausweisdaten oder Passscans/Fotos) und finanzielle Informationen Daten (z. B. Bankkontodaten oder Kreditkartennummern).
Rückerstattungsbetrügereien erfordern in der Regel auch einen Fernzugriff. Bei diesen Betrügereien weisen Betrüger ihre Opfer an, sich bei ihren Bankkonten anzumelden, und verwenden dann eine Remote-Software, um die Bildschirme der Opfer zu verschleiern. Opfer werden gebeten, bei eingeschränkter Sicht einen Erstattungsbetrag einzugeben.
Während dieser Zeit manipulieren Cyberkriminelle entweder den HTML-Code der Bank-Webseite oder überweisen Geld zwischen Konten (z. B. von Ersparnissen auf Girokonten). Dadurch entsteht die Illusion, dass die Opfer eine überhöhte Rückerstattung erhalten haben. Anschließend behaupten die Betrüger, den Opfern sei bei der Eingabe des Betrags ein Fehler unterlaufen, und fordern die Rückerstattung des Überschusses. Da auf den Konten der Opfer kein tatsächliches Geld eingezahlt wurde, überweisen die Opfer durch die Rückerstattung des „Überschusses“ unwissentlich ihr eigenes Geld an die Betrüger.
Betrüger nutzen bei Geldüberweisungen häufig schwer nachzuverfolgende Methoden wie Kryptowährungen, Prepaid-Gutscheine, Geschenkkarten oder verstecken Bargeld in scheinbar harmlosen Paketen, die dann verschickt werden. Diese Methoden verringern die Chancen einer Strafverfolgung und der Wiedereinziehung betrogener Gelder. Es ist erwähnenswert, dass die Opfer nach einem erfolgreichen Betrug häufig zur weiteren Ausbeutung ins Visier genommen werden.





