Was Sie über Kaspersky-Benutzer in den USA wissen müssen, die auf UltraAV umsteigen
In einer bemerkenswerten Veränderung für US-Verbraucher werden rund eine Million Kaspersky-Kunden nach dem Verbot von Kaspersky-Software in den Vereinigten Staaten auf den Antivirendienst UltraAV von Pango umgestellt. Das vom US-Handelsministerium durchgesetzte Verbot hat dazu geführt, dass Kaspersky seine amerikanischen Aktivitäten einstellt und die Kunden bis zum 29. September 2024 auf alternative Cybersicherheitslösungen umsteigen müssen. Dieser Übergang markiert das Ende einer Ära für Kaspersky in den USA und den Aufstieg von UltraAV als neuer Antivirenanbieter für die Betroffenen.
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Warum ist Kaspersky in den USA verboten?
Kaspersky, ein bekanntes russisches Cybersicherheitsunternehmen, steht aufgrund von Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit zunehmend unter Beobachtung der US-Regulierungsbehörden. Die US-Regierung hat den Verkauf und Vertrieb von Kaspersky-Produkten im Land verboten und verweist auf potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Software in ausländischem Besitz, insbesondere in Sektoren, in denen mit sensiblen Daten gearbeitet wird. Als Reaktion auf dieses Verbot kündigte Kaspersky im Juli 2024 an, den Betrieb in den Vereinigten Staaten einzustellen, sodass seine Kunden praktisch auf eine neue Lösung angewiesen sind.
Was passiert mit Kaspersky-Benutzern?
Kunden, die derzeit Kaspersky-Produkte in den USA verwenden, werden automatisch auf UltraAV umgestellt, einen Antivirendienst der Pango Group, einem US-Unternehmen. Pango, ein Unternehmen, das für seine skalierbaren Sicherheitslösungen bekannt ist, wird diese Kunden nun mit seinem Antivirenprodukt UltraAV bedienen, das zum Schutz vor verschiedenen Cyberbedrohungen entwickelt wurde.
Für Windows-Benutzer ist bei der Umstellung nichts weiter erforderlich. Ihnen wird bis Mitte September Zugriff auf die Dienste UltraAV und UltraVPN gewährt. Mac- und Android-Benutzer erhalten E-Mail-Benachrichtigungen mit Einzelheiten darüber, wann und wie sie UltraAV auf ihren Geräten einrichten können.
UltraAV vs. Kaspersky: Was ist der Unterschied?
UltraAV ist zwar im Vergleich zu Kaspersky weniger bekannt, bietet jedoch eine umfassende Suite an Sicherheitsfunktionen, um sicherzustellen, dass Benutzer geschützt bleiben. Die Funktionen umfassen:
- Malware-Schutz mit Zero-Day-Bedrohungserkennung
- Ransomware-Schutz
- Passwort-Manager
- Anwendungskontrolle
- Phishing-Schutz
- VPN für sicheres Surfen
- Schutz vor Identitätsdiebstahl
UltraAV geht sogar noch einen Schritt weiter und bietet zusätzliche Funktionen wie Echtzeit-Authentifizierungswarnungen, Überwachung von Hochrisikotransaktionen und eine Identitätsdiebstahl-Versicherung für Kunden in Höhe von 1 Million US-Dollar.
Benutzer sollten sich jedoch der Unterschiede zwischen den beiden Diensten bewusst sein. UltraAV bietet zwar eine Reihe robuster Sicherheitsfunktionen, verfügt jedoch nicht über bestimmte Schutzfunktionen von Kaspersky, wie z. B. Webcam-Schutz und Online-Zahlungsschutz – Funktionen, die für viele Kaspersky-Benutzer unverzichtbar sein könnten.
Abrechnung und Preise
Der Übergang zu UltraAV hat keine Auswirkungen auf den Preis, den bestehende Kaspersky-Kunden zahlen. Kaspersky hat im Juni 2024 die Abrechnung aller Produkte eingestellt, und UltraAV wird ab Oktober 2024 wieder Gebühren von Kunden verlangen, wobei die Preise unverändert bleiben. Kunden zahlen weiterhin den Jahrespreis, den sie von Kaspersky gewohnt sind, der im ersten Jahr 47,88 $ beträgt. Nach dem ersten Jahr verlängert sich dieser Tarif jedoch zum vollen Preis von 149,99 $ jährlich.
Was bedeutet dies für die Cybersicherheit in den USA?
Die Übertragung des US-Kundenstamms von Kaspersky an UltraAV ist eine direkte Reaktion auf geopolitische Bedenken und regulatorische Maßnahmen. Pangos Gewinn von einer Million neuer Benutzer durch diesen Deal dürfte seine Präsenz auf dem Antivirenmarkt stärken. Obwohl finanzielle Details der Vereinbarung zwischen Pango und Kaspersky geheim gehalten werden, stellt sie eine bedeutende Veränderung in der Cybersicherheitslandschaft in den USA dar.
Was sollten Kaspersky-Benutzer tun?
Wenn Sie Kaspersky-Benutzer in den USA sind, besteht kein Grund zur Panik oder sofortigen Maßnahmen. Windows-Benutzer werden feststellen, dass ihre Software automatisch auf UltraAV umgestellt wird, während Mac- und Android-Benutzer benachrichtigt werden, wenn ihre Geräte für die UltraAV-Einrichtung bereit sind. Der Hauptunterschied für Benutzer liegt in den Funktionen der Software, aber Pangos UltraAV ist darauf ausgerichtet, wettbewerbsfähigen Schutz vor modernen Cyberbedrohungen zu bieten.
Wie immer ist es wichtig, wachsam zu bleiben. Überwachen Sie Ihr System regelmäßig auf ungewöhnliche Aktivitäten und machen Sie sich mit den neuen Funktionen und Einschränkungen von UltraAV vertraut, um sicherzustellen, dass Ihre Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllt werden.
Abschließende Gedanken
Der Übergang von Kaspersky zu UltraAV ist Teil einer größeren Anstrengung der US-Regierung, potenzielle Cybersicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Software in ausländischem Besitz zu minimieren. UltraAV ist zwar weniger bekannt als Kaspersky, bietet jedoch eine breite Palette an Schutzmöglichkeiten, und der nahtlose Übergang zielt darauf ab, Störungen für Benutzer so gering wie möglich zu halten.
Stellen Sie sicher, dass Sie die neue Software verstehen, aktualisieren Sie Ihre Systeme nach Bedarf und bleiben Sie über die neuesten Cybersicherheitsmaßnahmen informiert, um die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten.





