Massiver Datendiebstahl im Gesundheitswesen gefährdet 430.000 Patienten – Sind Sie gefährdet?

Die Gesundheitsbranche ist nach wie vor ein Hauptziel für Cyberkriminelle, da sensible Patientendaten im Darknet einen hohen Wert haben. Die jüngsten Opfer? University Diagnostic Medical Imaging (UDMI) in New York und Allegheny Health Network (AHN) in Pennsylvania, die beide Opfer massiver Datendiebstähle wurden, bei denen die persönlichen und medizinischen Daten von über 430.000 Personen kompromittiert wurden.

Was ist passiert?

Die Verstöße ereigneten sich im Oktober und November 2024 und betrafen Tausende von Patienten in beiden Gesundheitsorganisationen. So verlief jeder Angriff:

Universitäre diagnostische medizinische Bildgebung (UDMI) – 138.080 Opfer

  • Am 26. November 2024 verschafften sich Hacker unbefugten Zugriff auf die Systeme von UDMI.
  • Der Verstoß wurde schnell erkannt, jedoch wurden vertrauliche Patientendaten offengelegt, darunter:
    • Namen
    • Adressen
    • Geburtsdaten
    • Überweisende Ärzte
    • Diagnose- und Behandlungsdetails
  • UDMI meldete den Vorfall dem US-Gesundheitsministerium (HHS) und bestätigte, dass 138.080 Personen betroffen waren.

Allegheny Health Network (AHN) – 292.773 Opfer

  • Der Verstoß bei AHN ging auf einen Cyberangriff am 11. Oktober 2024 auf IntraSystems zurück, einen Drittanbieter, der Hosting-Dienste für die AHN-Tochtergesellschaften Home Medical Equipment und Home Infusion bereitstellt.
  • Hacker hatten über einen Monat lang Zugriff, bevor AHN am 19. November informiert wurde.
  • Zu den offengelegten Daten gehören:
    • Namen
    • Adressen
    • Geburtsdaten
    • Sozialversicherungsnummern
    • Angaben zur Krankenversicherung
    • Medizinische Behandlung und Verschreibungshistorie
    • Bankkontonummern
  • Der betroffene Auftragnehmer IntraSystems sendet Benachrichtigungen an die betroffenen Personen und bietet kostenlose Dienste zum Identitätsschutz und zur Kreditüberwachung an.

Die Gefahren von Datenschutzverletzungen im Gesundheitswesen

Im Gegensatz zu gestohlenen Kreditkartennummern, die gesperrt und ersetzt werden können, haben Gesundheitsdaten langfristige Folgen. Sobald persönliche medizinische Informationen offengelegt werden, besteht für die Opfer folgendes Risiko:

  • Diebstahl medizinischer Identitäten – Cyberkriminelle können gestohlene Gesundheitsakten nutzen, um sich auf betrügerische Weise medizinische Versorgung oder Rezepte zu verschaffen oder falsche Versicherungsansprüche geltend zu machen.
  • Finanzbetrug – Sozialversicherungsnummern und Finanzdaten können für Identitätsdiebstahl, nicht autorisierte Transaktionen und die Eröffnung betrügerischer Konten verwendet werden.
  • Gezielte Phishing-Angriffe – Hacker können überzeugende Betrügereien konstruieren, indem sie durchgesickerte persönliche Daten ausnutzen und die Opfer dazu verleiten, noch sensiblere Daten preiszugeben.

So schützen Sie sich, wenn Sie betroffen sind

Wenn Sie an UDMI oder AHN leiden oder den Verdacht haben, davon betroffen zu sein, ergreifen Sie umgehend die folgenden Maßnahmen:

  1. Achten Sie auf Benachrichtigungen – Wenn Sie eine offizielle Benachrichtigung über einen Verstoß erhalten, ignorieren Sie diese nicht. Befolgen Sie die bereitgestellten Anweisungen, insbesondere in Bezug auf kostenlose Kreditüberwachungsdienste.
  2. Überwachen Sie Ihre Konten – Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Krankenakten, Versicherungsansprüche und Finanzberichte auf verdächtige Aktivitäten.
  3. Sperren Sie Ihre Kreditwürdigkeit – Erwägen Sie die Einrichtung einer Kreditsperre bei den großen Auskunfteien (Equifax, Experian und TransUnion), um zu verhindern, dass in Ihrem Namen unberechtigt Konten eröffnet werden.
  4. Vorsicht vor Betrug – Cyberkriminelle versuchen möglicherweise Phishing-Angriffe und geben sich als Krankenhäuser oder Versicherungsunternehmen aus. Geben Sie niemals persönliche Informationen am Telefon oder per E-Mail weiter, es sei denn, Sie haben die Quelle überprüft.
  5. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – Wenn Ihr Gesundheitsdienstleister einen sicheren Online-Kontozugriff anbietet, aktivieren Sie 2FA, um eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzuzufügen.

Cybersicherheit im Gesundheitswesen in der Krise

Dieser Datendiebstahl ist nur der jüngste in einem beunruhigenden Trend – die Gesundheitsbranche ist nach wie vor eines der am häufigsten von Cyberkriminellen angegriffenen Gebiete. Da sensible Patientendaten digital gespeichert werden, müssen Krankenhäuser und medizinische Dienstleister ihre Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe verstärken.

Organisationen im Gesundheitswesen müssen die Cybersicherheit ernster nehmen und Folgendes sicherstellen:
Strenge Zugriffskontrollen für sensible Daten
Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen zur Erkennung von Schwachstellen
Schnelle Erkennung von Sicherheitsverletzungen und Reaktion
Strengere Sicherheitsrichtlinien für Drittanbieter (um Angriffe auf die Lieferkette wie den bei AHN zu verhindern)

Bleiben Sie wachsam

Die Datendiebstähle bei UDMI und AHN sind eine bittere Erinnerung daran, dass kein System vollkommen sicher ist. Wenn Sie betroffen sind, handeln Sie schnell, um sich vor Identitätsdiebstahl und Betrug zu schützen. Und selbst wenn Sie dieses Mal nicht betroffen waren, treffen Sie jetzt Vorkehrungen – denn Cyberkriminelle werden auch weiterhin Gesundheitsorganisationen ins Visier nehmen, und Ihre persönlichen Daten könnten als Nächstes betroffen sein.

February 11, 2025
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